Samstag, 29. März 2025
Personalentwicklung als Managementfunktion - mein Buch erschienen 2021 im Verlag Springer Nature
Mein Buch zur Matrixorganisation
Montag, 24. März 2025
Sind wir wieder soweit? Wollen wir das?
Samstag, 12. Juni 2021
Multi-Tasking - es geht doch!
Ja, Zeit ist knapp. Multi-Tasking schon eine Verlockung - so viel gleichzeitig erledigen. Angeblich können das Frauen besser. Vielleicht ein sexistisches Stereotyp? Egal. Wichtiger ist, dass Berufs- und Privatleben immer mehr verschwimmen. Die neue Realität des 365/52/7/24?
Ich erinnere mich an frühere Zeiten, als es noch keine Handys gab, zumindest keine mit dem kommoden Internet-Zugang. Da gingen Mütter oder Väter mit ihren Kindern spazieren, schoben den Kinderwagen zum Spielplatz und zeigten den Kleinen die Welt in all ihren Farben. Hatten offensichtlich Spaß an der Kommunikation mit den kleinen Erdenbürgern. Da war so etwas wie gelebte Beziehung, was heute ja auch noch existiert, ... als Programm in Management-Workshops?
Na, heute gibt es Wichtigeres. Der Kinderwagen - neueste hochmoderne Version mit allem Schnickischnacki - ah ja, heißt deshalb wohl Buggy und erfordert zeitgemäßes Verhalten. Unterhaltung gibt es auch heute, mit dem Chef und Kollegen, vielleicht Freunden am Handy - aber Gott sei Dank ist das Kind in seinem Buggy ruhig und macht keinen Streß! Da kann man eben mal noch die und den anrufen, während man durch Stadt und Park das kleine Gepäck vor sich her schiebt. Und das Facebook Profil aktualisieren und all die Messages durch-checken. Ist ja echt viel los im virtuellen Raum - was braucht es da noch das Kind, um ihm die Natur zu zeigen. Aber ist ja ruhig, Gott sei Dank! Man kommt wenigstens zu etwas heute früh.
Der Typ da, der hat´s drauf! Der kann als Mann Multi-Tasking. Schiebt den - oder das? - Buggy, telefoniert und dabei joggt er gleichzeitig! Maximal! Alles gleichzeitig, Multi-Tasking Mann! Ja, und Gott sei Dank schläft das Kind. Mit wem soll es sich auch unterhalten - wozu die Zeitvergeudung...
Samstag, 8. Mai 2021
Förderung von Kunst und Kultur in Zeiten von Corona?
Kultur ist Zukunft! Oder haben wir die schon aufgegeben?
Viele Kultureinrichtungen hierzulande krebsen am Existenzminimum. Musikschulen bekommen die Mittel gekürzt, Musiklehrer werden nur noch als Freiberufler engagiert, Festanstellung ist nicht mehr vorgesehen.
Ich sehe Kunst und Kultur als existenziell für die Entwicklung einer Gesellschaft — und damit auch für deren Wirtschaft. Nun, ein Kulturschaffender bin ich nicht - meine Frau würde es ablehnen, mich in Klavier zu unterrichten. Ein hoffnungsloser Fall.
Aber ich sehe, auf was wir nicht etwa verzichten — nein, ich sehe, dass wir substantiell etwas zerstören. Und das wird durch Corona in erschreckender Weise verstärkt — nicht durch Corona sondern durch Nichthandeln und reflexartige Verdammung von Künstlern, die es gewagt haben, sich kritisch zu artikulieren. Was tun wir für die Kultur? Und damit für die Zukunft? Zukunft ohne Kunst und Kultur ist eine Illusion.
Es scheint anders zu gehen. Serbien ist nicht nur deutlich erfolgreicher
beim Impfen es
gibt auch einen fälschungssicheren Impfausweis als App; hier noch nicht. In Serbien wird grade eine Covid Klinik gebaut - in Deutschland wurden jüngst 9000 Intensivbetten abgebaut, habe ich in einer TV-Sendung gehört.
Doch nicht darum geht es mir, sondern vielmehr um eine Nachricht zu Kunst und Kultur in Zeiten von Corona: In Novi Sad, der zweitgrößten Stadt in Serbien, entsteht grade auf 13 000 qm direkt an der Donau ein neues Gebäude für die Musikschule Isidor Bajic. 44 nagelneue Flügel, 20 Klaviere, 12 Elektro-Klaviere, grade eingetroffen aus Japan. Der Stimmer wünschte sich Flügeltüren und einen Aufzug in die Werkstatt, um das Handling zu erleichtern. Wurde berücksichtigt und nicht etwa dem Kostendiktat geopfert. Beneidenswert — oder falsch, weil es Wichtigeres gibt?
Ist so etwas bei uns denkbar? Und setzen wir bei uns wirklich die besseren, richtigeren Schwerpunkte?
Dienstag, 10. Januar 2017
Mery Streep zeigt Leadership
Mir ist das deshalb hier ein Anliegen, weil ihre Art, unangemessenes Verhalten zu adressieren als Lehrstück dienen kann, wie man als "Leader" in einer Organisation inakzeptables Verhalten zum Thema macht. Es nicht einfach nur geschehen lässt und zur Tagesordnung übergeht.
Sie bezieht in einer öffentlichen Veranstaltung Stellung. Das würde ich mir viel öfter wünschen, von Managern, von Politikern. Klare Worte, unaufgeregt aber eindeutig, auf ethische Prinzipien verweisend, sich erkennbar und persönlich glaubwürdig mit ihnen verbinden.
Sonntag, 16. November 2014
Mangelhafte Kundenorientierung - System oder Irrtum?
Am Ende habe ich dann aufgegeben und aufgelegt mit dem Gedanken, mit dieser Airline, die ich vor Jahren noch sehr geschätzt hatte, möchte ich nun wirklich am liebsten nichts mehr zu tun haben.
Freitag, 28. Januar 2011
Nachfolge in der Top-Etage
Hinweisen will ich Sie auf den Artikel von Anne Mulcahy "Why Succession Shouldn´t Be a Horse Race" in Harvard Business Review, October 2010, p. 47 ff. Sie beschreibt darin, wie sie systematisch und mit nachdenklich machenden Überlegungen ihre Nachfolgerin(!) als CEO bei Xerox aufgebaut hat. Mehr dazu auch auf meiner Homepage unter "Nachfolger für Top-Management-Positionen richtig aufbauen".
Sonntag, 20. Juni 2010
Führungsleitbild umsetzen – Vorstand spricht Klartext
Die Führungskräfte hatten u.a. als eines der strategisch relevanten Themen des Bereichs das Gewinnen und Halten von qualifizierten Mitarbeitern identifiziert. Dafür sollte u.a. auch ein entsprechendes kulturelles Umfeld beitragen.
Mich hat beeindruckt, wie daraufhin der Vorstand diesen Punkt als wichtig hervorhob und nachdrücklich auf die Bedeutung des Führungs-Leitbildes verwies. Dies erlebt man in dieser Form und Eindeutigkeit selten.
Sinngemäß äußerte er, welche Verpflichtung die Botschaften des Leitbildes für alle Führungskräfte darstellten und dass er in seinem Verantwortungsbereich schlechte Führung nicht tolerieren werde. In seinem Team habe niemand Platz, der gegen die erwarteten Grundprinzipien des Umgangs mit Mitarbeitern verstoße und sich als nicht lernfähig oder –willig erweise.
Ganz egal, welche Verdienste sich so jemand auf anderem Gebiete erworben habe. Und wenn es für das Unternehmen fachlich einen hohen Preis bedeute, man werde sich konsequent trennen, wenn jemand nicht tragbar sei in einer Führungsrolle. Denn der Preis schlechter Führung sei nach seiner Überzeugung ungleich höher.
Da leistete ein Top Manager in den 2 Stunden seiner Anwesenheit einen aktiven Beitrag zur Schärfung des Führungsverständnisses und zum Lebendigwerden eines Führungs-Leitbildes.
Sonntag, 28. März 2010
Donna is great
Es macht Spaß, ihr zuzuhören. Sie hat nie an „ZIELE“ gedacht. Einfach gemacht, nach dem Leben gegriffen und Entscheidungen getroffen, die sich anboten. Nebenbei kam der Gedanke: ..und unsere HR Abteilungen fragen Leute noch immer nach ihren Zielen (mitten in der Krise!!! Wo eine Abteilung nach der anderen umgekrempelt wird, viele Biografien neu entstehen...). Wie absurd. Das Leben IST das Ziel! Danke, Donna. You are great.
Samstag, 6. Februar 2010
Bewegung und Veränderung eines ganzen Kontinents
Lateinamerika erhebt sich (gezeigt am 5.2.2010 in ARTE). Hier ein Link zum Film - leider in 13 Teilen:
http://info-agent.blogspot.com/2009/12/lateinamerika-erhebt-sich-arte.html
Der Film zeigt auf, wie ein ganzer Kontinent in Bewegung kommt und ein bisheriges System länderübergreifend überwindet - und Menschen befreit und inspiriert. Lässt man den politischen Teil beiseite, ist es ein interessanter Beitrag zu Change Management, der aufzeigt, was es an Persönlichkeit und Qualität an Werten, Worten und Taten braucht, um Menschen zu bewegen, ihnen Hoffnung zu geben sowie den Geist gemeinsamer Verantwortung, Motivation und Handeln zu entfachen. Durchaus geeignet für Analogien zu manch betrieblichem Kontext!
Allerdings sei auch eingeräumt, dass manches im Film die Realität positiver färbt, als sie wohl tatsächlich ist - nicht jeder der gezeigten Polit-Akteure wird seinem Anspruch sowie demokratischen und rechtsstaatlichen Maßstäben uneingeschränkt gerecht.
Eine weitere interessante Geschichte zu Change Management gibt es aus Bogota - siehe dazu "Bogota und Change Management" in einem früheren Beitrag auf unserer Homepage.
Dienstag, 24. November 2009
Firma weg, Job weg – Vorstand saniert.
Mit allen Kunstgriffen moderner Managementakrobatik an die Wand gefahren, dabei nicht das eigene Wohl vergessend, sehr wohl aber das der Mitarbeiter und die gesellschaftliche Verantwortung ignorierend – für Skrupel müsste man wohl auch für bestimmte ethische Fragen erreichbar sein und über eine andere Qualität an moralischen Antennen verfügen.
Arcandor endet als schillernder Begriff für Luftschlösser und ein zumindest versagendes, überfordertes, wenn nicht unfähiges Management. Ähnlich in anderen Fällen der jüngsten Zeit, einige Banken nicht zu vergessen, einige der Vorstände – u.a. einer von der Hypo Real Estate - sind ja klagend ganz entrüstet, dass man ihnen das Versagen auch noch finanziell anrechnen will (...hatten schließlich den Mitarbeitern schon genug Opfer abverlangt, davon sollte man wenigstens den Vorstand ausnehmen).
Deutliche Worte zum Missmanagement in der Finanzbranche findet einer, der´s wissen muss - Wolfgang Hetzner spricht von der Logik der Mafia, die die Finanzindustrie ergriffen habe und von krimineller Energie, die das Handeln mancher Manager dort steuere. Ein durchaus nachdenkenswerter Beitrag unter dem Aspekt Ethik im Management.
Seltsam alles, aber doch sehr menschlich. Versagen und Gier gab es allemal, zu jeder Zeit, vielleicht nicht ganz so gehäuft wie jüngst, wo die Krise gnadenlos die Sündenfälle bilanziell an die Oberfläche spült, die man sonst finanziell für alle Seiten noch verträglich hätte regeln können – ohne ein Hindernis für den nächsten Chefsessel darzustellen (vielleicht auch jetzt nicht – wer weiß, wer schon wo als Nachfolger oder Berater gehandelt wird – Herr Hartz soll ja inzwischen auch... auf irgendwelchen Gebieten beraten).
Ein Ärgernis und eine unverdiente Belastung für die vielen Untadeligen in den aufreibenden Top-Jobs der Unternehmen aller Größen.
Doch abgesehen von den Gescheiterten selbst: Die hat ja ein Aufsichtsrat bestellt. Die wurden ja von Personalberatern / Headhuntern für den Top-Job für geeignet befunden, auserkoren, gepriesen, vorgeschlagen. Irgendetwas dabei übersehen? Nachdenklich geworden? Die eigenen Standards auf den Prüfstand gestellt – oder wieder mit dabei im Personal – Karussell der Top-Jobs in der Wirtschaft. Bitte nicht mit denselben Spielern...
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Beratung - mit den Augen eines Insiders
In mir hat es eine Vorstellung ausgelöst, wie ich glaube, dass Berater arbeiten sollten: Wie die Menschen im Unternehmen mit dem Herzen auf eine Organisation schauen – und sie doch mit klarem Blick gleichsam aus der Distanz wahrnehmen und dabei unterstützen, sie mit anderer Methodik / Technik – die dort nicht bzw. noch nicht verfügbar ist - zu „zeichnen“, so dass ein schönes Bild von der Zukunft entsteht, dem sich keiner entziehen mag.
Dienstag, 6. Oktober 2009
Es ist Deutschland hier - zur interkulturellen Kompetenz von Politikern
Es war klar, dass dies nicht nur Vertreter einer Partei beträfe, aber ich nahm nicht an, dass sich dies so schnell und drastisch wiederholen könnte. Die Herren Rüttgers und Westerwelle - immerhin wohl künftiger Außenminister - geben nun weitere Beispiele fehlender interkultureller Sensitivität ab.
Ich habe inzwischen von mehreren ausländischen Kollegen, die hierzulande leben, zu Herrn Westerwelles jüngstem Ausrutscher in einer Pressekonferenz kopfschüttelnde Reaktionen vernommen. Vom "incredible" bis hin zu "does he call this diplomacy?". Eines scheint gelungen: Das Stereotyp vom "Deutschen" in kräftiger Kontur zu bestätigen.
Das Verhalten scheint mir jenseits aller Wertung prototypisch - die unglückliche Figur, die Herr Westerwelle in seiner Pressekonferenz abgibt, versinnbildlicht die im Alltag oft zu findende Haltung, die für interkulturelle Zusammenabeit eine Riesenhürde darstellt. Das Typische dabei: Es ist gar nicht bewusst.
Ob in der Zusammenarbeit in der Firma, oder in Begegnungen im öffentlichen Bereich (ähnlich wie Hr. W. schnauzte ein Security Angestellter im internationalen(!) Bereich des Frankfurter Flughafens einen älteren Herrn an: "Sie sind hier auf einem deutschen Flughafen - da sollten sie etwas von der Sprache verstehen...") solche Erfahrungen prägen die Wahrnehmung ausländischer Partner von uns, unserem Land und unserer Kooperationshaltung.
Hier Herrn Westerwelles denkwürdige Szene "Es ist Deutschland hier":
Prototypisch für mangelnde interkulturelle Kompetenz sei das Verhalten, merkte ich oben an. Denn leider kennt man Aussagen ähnlicher Qualität auch aus dem internationalen Kontext in Unternehmen. Nicht immer so drastisch konfrontativ formuliert auf eine immerhin höfliche Frage - aber mit ähnlichem Bedeutungsgehalt.
Sensibilisierung für interkulturelle Fragen ist für viele durchaus ein Lernfeld. Auch wer öfter schon mal im Ausland war, spätestens wenn berufliche Aktivitäten die Zusammenarbeit im Internationalen unerlässlich machen, lohnt sich genaueres Hinsehen...
Wem es nicht gegeben ist, im Kontakt mit sich und seinem Umfeld auch in überraschenden Situationen natürlich und gelassen zu agieren, der mag acht geben, aus eigener Unsicherheit und Ängsten heraus nicht genau in den falschen Tonfall zu verfallen. Der klingt in den Ohren anderer noch lange nach und kann als Ausweis für Mangel an Souveränität aber auch Respekt anschließend vieles erschweren.
Montag, 24. August 2009
Talent Management - hilft Schopenhauer bei der Definition?
"Das Talent gleicht dem Schützen, der ein Ziel trifft, welches die übrigen nicht erreichen können; das Genie dem, der eines trifft, bis zu welchem sie nicht einmal zu sehn vermögen." (Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. 2, S. 504)
Freitag, 21. August 2009
16th EMCC Conference in Amsterdam
Internationale Referenten stellen aktuelle Forschungs- und Praxisbeiträge zum Coaching und Mentoring vor. Das Programm kann per Download auf der Hompepage des EMCC abgerufen werden: http://www.emccouncil.org
Sonntag, 19. Juli 2009
Bauchgefühl als Waffe
Am Ende im Feedback klare selbstreflexive Aussagen, was man für sich konkret an Lernen aus dem Seminar gezogen hat (nur am Rande: Gelegentlich tun sich Manager ja leichter mit der Bewertung, dass ein Seminar gut war als zu sagen, was sie für sich selbst daraus ziehen. Ist es eine Schande zu sagen, dass man etwas gelernt hat? KVP-Kultur Fehlanzeige???). Im Seminar stets ein respektvoll wertschätzendes Miteinander ohne jeden Versuch, psychologischer Deutungen und interpretativer Zuschreibungen.
Was hat das mit dem Titel des Posts zu tun?
Nun, ich stelle in unserer durchpsychologisierten Managementrealität in letzter Zeit öfter den Bezug auf ein imaginäres Bauchgefühl fest, wenn man sich aus der Verantwortung stehlen oder unangemessen Einfluss nehmen will. Und ich denke, dass manchmal zu ausschließlich die emotionale Seite in der Führungskommunikation bzw. im Führungstraining Berücksichtigung finden.
Nicht, dass ich persönlich die Bedeutung der Gefühlswelt auch nur im geringsten infrage stellen wollte.
Nur kommt sie mir manchmal arg strapaziert, instrumentalisiert und unaufrichtig vor. So mancher, der sich fast routinemäßig auf sein Bauchgefühl und das „Gefühle soll man ernst nehmen“ beruft, ist nach meinem Eindruck selbst am weitesten von seinen Gefühlen entfernt. Da ist auch viel Antrainiertes dabei, ohne hinreichende Authentizität.
So aber wird das Bauchgefühl als Waffe benutzt, als Instrument unfairer Dialektik, dem mit Argumenten – verstehen Sie doch bitte, es sind halt Gefühle! – natürlich schwer beizukommen ist.
Bauchgefühle, sie sind durchaus wichtig, gibt es, ja – aber so oft??? Und ohne, dass eine klare Aussage in Form einer (allerdings gelegentlich risikohafteren) eigenen mutigen Positionierung möglich wäre? - ...so sehe ich das, ich stelle mich Eurer Resonanz...
Wird das Bauchgefühl thematisiert, neigen andere manchmal allzu schnell dazu, das erst mal so hinzunehmen, selbst verständnisvoll einzuknicken.
Einfach mal nachfragen: Das würde ich gern besser verstehen... Und wenn dann geantwortet wird, „... ich sage ja, das ist nur so ein Gefühl, das kann ich nicht erklären, das müssen Sie jetzt erst mal so hinnehmen...“, bei wichtigen Themen ruhig gelassen bleiben und antworten: „Das reicht mir nicht in dieser Angelegenheit, ich möchte das gern klar haben ...“, ggf. vielleicht auf morgen vertagen oder auch den Mut haben, dieses unspezifische Bauchgefühl zu ignorieren.
Sonntag, 7. Juni 2009
There is a chance...
Das Ergreifen sich bietender Chancen soll ein Unternehmen eher voranbringen als jede Strategie, ganz zu schweigen davon, dass das Lösen von Problemen, von manchen Managern mit Akribie betrieben, eher Stillstand als Entwicklung bedeutet. Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung, sicher.
Nun, hier eine Ausführung, wie man sich das mit den Chancen im Management vorstellen sollte:
Donnerstag, 4. Juni 2009
Investor mit Sinn für´s Kommunikative
Aus der Beschreibung der Anforderungen, formuliert vom australischen Investor, geht hervor, dass man die Erfahrung gemacht habe, dass die Unterstützung solcher Veranstaltungen durch einen technisch kundigen und versierten Moderator erheblich zum Erfolg eines Workshops beitrage.
Es ist nicht selbstverständlich, dies so offen angesprochen zu finden. Da scheint es eine weitsichtige Investorengruppe zu geben, die das Maximale aus dem zeitlichen Invest in einen Workshop machen möchte - und weiß, dass es oft die Softfacts sind, die den Erfolg fördern.
Dienstag, 19. Mai 2009
Schiebetür-Momente in der Karriere
Shai Agassi, einst Hoffnungsträger bei SAP, entschied sich 2006 kurz vor Übernahme des sicheren Top-Jobs an der Spitze von SAP für einen komplett neuen Weg: Gestützt auf Venture Capital gründete er Better Place, ein Unternehmen, das sich der Aufgabe verschrieben hat, die Welt von der Abhängigkeit von Öl als Treibstoff zu befreien.
Agassi beschreibt die Erfahrung als Schiebetür-Moment, als er nicht den Schritt durch die offene Tür macht, sondern unmittelbar davor umkehrt und sich nach nächtelangem Spaziergang durch Paris für das Risiko des Entrepreneurs entscheidet, in Harvard Business Review vom Mai 2009. Die Schiebetuer schließt sich wieder nach seiner 180° Drehung und der Erkenntnis: “Besser mit Better Place scheitern als erfolgreich sein bei SAP, weil kein anderer Job eine vergleichbare Chance bietet beim Versuch, die Welt zu retten.”
Schiebetür-Momente gibt es öfter im Leben. Der Schritt in die geöffnete Tür verheißt Sicherheit und ein geordnetes Programm in die Zukunft - davor abbiegen und sich für das entscheiden, was einem wirklich wichtig ist, bedeutet Risiko, Herausforderung, Ungewissheit, vielleicht auch Scheitern. Aber auch Wahrheit, Innovation, Mut, man selbst sein, Bewegung.... das LEBEN.